Untersuchungen
Moderne Leber-Elastographie (ARFI und Fibroscan)
Leberfibrose messen – schonend und ohne Biopsie
Die Elastographie der Leber (ARFI und Fibroscan) ermöglicht eine zuverlässige Beurteilung von Leberschäden – schmerzfrei, nichtinvasiv und ohne Leberbiopsie.
Mit modernster Ultraschalltechnologie (Scherwellen-Elastographie / ARFI) kann bei uns der Grad einer Leberfibrose innerhalb weniger Minuten bestimmt werden. Die Untersuchung ist für Sie so angenehm wie eine normale Ultraschalluntersuchung.
In unserer Praxis erfolgt die Untersuchung mit einem Ultraschallgerät der neuesten Generation (Siemens Acuson Sequoia) für besonders präzise Messergebnisse. Die Untersuchungen mit ARFI und Fibroscan sind die beiden anerkannten Methoden für die Messung der Leberfibrose und liefern gleichwertige präzise Ergebnisse.
Warum ist die Bestimmung der Leberfibrose wichtig?
Chronische Lebererkrankungen verlaufen häufig lange ohne Beschwerden. Dabei können Leberzellen unbemerkt geschädigt werden. Der Körper ersetzt geschädigte Zellen durch Narbengewebe – eine sogenannte Leberfibrose. Nimmt diese Vernarbung zu, kann sich daraus eine Leberzirrhose entwickeln.
Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht:
- eine rechtzeitige Behandlung
- Vermeidung dauerhafter Leberschäden
- Verlaufskontrollen ohne invasive Eingriffe
Was ist eine Leber-Elastographie?
Die Elastographie misst die Steifigkeit des Lebergewebes. Gesundes Lebergewebe ist weich, vernarbtes Gewebe dagegen deutlich fester. Durch spezielle Ultraschallimpulse wird die Ausbreitung von Scherwellen im Gewebe analysiert und daraus der Fibrosegrad berechnet.
Das Verfahren ersetzt heute in vielen Fällen die früher notwendige Leberpunktion.
Ablauf der Untersuchung
Die Untersuchung ist unkompliziert und dauert nur wenige Minuten:
- Sie liegen entspannt auf dem Rücken.
- Ein Ultraschallkopf wird auf die Haut im rechten Oberbauch aufgesetzt.
- Die Messung wird durchgeführt.
- Die Ergebnisse stehen unmittelbar zur Verfügung.
Gut zu wissen:
- keine Schmerzen
- keine Nadeln oder Eingriffe
- keine Strahlenbelastung
- sofort wieder alltagstauglich
ARFI-Elastographie – Vorteile gegenüber FibroScan
FibroScan und ARFI-Scherwellen-Elastographie sind die anerkannten Untersuchungsmethoden für die Bestimmung der Leberfibrose. Der ARFI ist direkt in ein High-End-Ultraschallgerät integriert.
Ihre Vorteile:
- Messung auch bei Bauchwasser (Aszites) möglich
- Untersuchung verschiedener Leberbereiche
- Kombination mit vollständigem Bauchultraschall
- hohe Messgenauigkeit
- individuell anpassbare Untersuchung
Für wen ist die Untersuchung sinnvoll?
Eine Leber-Elastographie wird empfohlen bei:
- Fettleber (MASLD/MASH)
- erhöhten Leberwerten
- chronischer Hepatitis
- primär biliärer Cholangitis, primär sklerosierender Cholangitis, Hämochromatose, Morbus Wilson, autoimmune Hepatitis
- Diabetes oder metabolischem Syndrom
- regelmäßigem Alkoholkonsum
- Medikamentenbelastung der Leber
- Verlaufskontrolle bekannter Lebererkrankungen
Grenzen der Methode
Die Elastographie beurteilt ausschließlich die Vernarbung (Fibrose) der Leber.
Nicht dargestellt werden können:
- Art einer Entzündung
- genaue Zellveränderungen
- mikroskopische Gewebestruktur
Bei speziellen Fragestellungen kann daher weiterhin eine Leberbiopsie notwendig sein.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Leber-Elastographie
› Ist die Elastographie schmerzhaft?
Nein. Die Untersuchung ist vollständig schmerzfrei. Sie spüren lediglich den Ultraschallkopf auf der Haut – ähnlich wie bei einer normalen Ultraschalluntersuchung.
› Muss ich mich auf die Untersuchung vorbereiten?
In der Regel sollten Sie etwa 3–4 Stunden vor der Untersuchung nüchtern bleiben (nicht essen). Wasser trinken ist erlaubt.
Genaue Hinweise erhalten Sie bei der Terminvereinbarung.
› Wie lange dauert die Untersuchung?
Die Elastographie selbst dauert meist nur 5 Minuten. Zusammen mit dem ärztlichen Gespräch und dem Ultraschall sollten Sie etwa eine Stunde einplanen.
› Wann erhalte ich das Ergebnis?
Die Messergebnisse liegen sofort nach der Untersuchung vor und werden direkt mit Ihnen besprochen.
› Kann die Elastographie eine Leberbiopsie ersetzen?
In vielen Fällen ja. Die Elastographie erlaubt eine zuverlässige Beurteilung des Fibrosegrades ohne invasiven Eingriff.
Eine Leberbiopsie ist nur noch bei speziellen Fragestellungen notwendig, beispielsweise wenn die genaue Art einer Entzündung bestimmt werden muss.
› Wie zuverlässig ist die Untersuchung?
Die Scherwellen-Elastographie ist wissenschaftlich gut untersucht und international etabliert. Sie gilt heute als Standardverfahren zur nichtinvasiven Fibrosebestimmung bei vielen Lebererkrankungen.
› Gibt es Risiken oder Nebenwirkungen?
Nein. Die Untersuchung arbeitet ausschließlich mit Ultraschallwellen und verursacht keine Strahlenbelastung. Nebenwirkungen sind nicht zu erwarten.
› Für wen ist die Untersuchung besonders sinnvoll?
Die Elastographie wird häufig empfohlen bei:
- erhöhten Leberwerten
- Fettleber (MASDL, MASH)
- chronischer Hepatitis
- primär biliärer Cholangitis, primär sklerosierender Cholangitis, Hämochromatose, Morbus Wilson, autoimmune Hepatitis
- Diabetes oder metabolischem Syndrom
- Diabetes oder Übergewicht
- regelmäßigem Alkoholkonsum
- Verlaufskontrollen bekannter Lebererkrankungen
› Kann die Untersuchung beliebig oft wiederholt werden?
Ja. Da die Methode nicht invasiv ist, eignet sie sich ideal zur regelmässigen Verlaufskontrolle der Lebergesundheit.