Magen
Helicobacter pylori
Präzise Abklärung bei Beschwerden des Magens
Eine Infektion mit Helicobacter pylori gehört zu den häufigsten Ursachen für chronische Beschwerden des Magens. Das Bakterium siedelt sich in der Magenschleimhaut an und kann dort über längere Zeit bestehen, ohne sofort Beschwerden zu verursachen. Gleichzeitig sind Entzündungen, Geschwüre und funktionelle Beeinträchtigungen des Magens möglich.
Die Diagnostik und Behandlung der Helicobacter-pylori-Infektion erfolgt in unserer Praxis individuell und nach aktuellem medizinischem Standard. So können Beschwerden gezielt abgeklärt und die weitere Therapie sinnvoll geplant werden.
Was ist Helicobater pylori?
Helicobacter pylori ist ein Bakterium, das sich in der Schleimhaut des Magens ansiedelt und dort trotz der starken Magensäure überleben kann. Es kann eine chronische Magenschleimhautentzündung (Gastritis) auslösen und gilt als wichtiger Risikofaktor für:
- Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre
- Magenkrebs
- Wiederkehrende Oberbauchbeschwerden
- Bestimmte Formen von Magenschleimhautveränderungen
Viele Betroffene zeigen zunächst keine Symptome, weshalb die Infektion häufig erst im Rahmen einer gastroenterologischen Abklärung entdeckt wird.
Typische Symptome einer Helicobacter-pylori-Infektion
Die Beschwerden sind oft unspezifisch und werden nicht immer sofort dem Magen zugeordnet.
Mögliche Anzeichen sind:
- Druck oder Schmerzen im Oberbauch
- Völlegefühl nach dem Essen
- Übelkeit oder Aufstossen
- Blähungen
- Sodbrennen
- verminderter Appetit
- selten ungewollter Gewichtsverlust
Bei länger bestehenden Beschwerden empfiehlt sich eine fachärztliche Abklärung durch einen Gastroenterologen.
Diagnosemöglichkeiten
Die Wahl der Untersuchung erfolgt individuell und orientiert sich an Beschwerden, Alter und Risikofaktoren.
›13 C-Harnstoff-Atemtest
Ein nicht invasives und sehr zuverlässiges Verfahren zum Nachweis von Helicobacter pylori. Der Test ist schmerzfrei und eignet sich besonders auch zur Therapiekontrolle.
› Stuhltest
Der Nachweis bakterieller Antigene im Stuhl ermöglicht eine einfache und präzise Diagnosestellung ohne endoskopischen Eingriff.
› Magenspiegelung (Gastroskopie)
Bei bestimmten Beschwerden oder medizinischer Indikation wird eine Gastroskopie durchgeführt. Dabei kann die Magenschleimhaut direkt beurteilt und Gewebeproben entnommen werden. Die Untersuchung erfolgt schonend und nach modernen Sicherheitsstandards.
Helicobacter pylori Behandlung
Die Behandlung erfolgt mittels einer sogenannten Eradikationstherapie, deren Ziel die vollständige Entfernung des Bakteriums ist.
Standardtherapie (10–14 Tage):
Die Therapie umfasst:
- eine Kombination von Antibiotika
- einen Protonenpumpenhemmer zur Reduktion der Magensäure
Durch die Kombinationstherapie werden hohe Heilungsraten erreicht.
Sofern keine Eradikation erreicht werden kann, ist eine Magenspiegelung mit Probeentnahme, Anzucht der Bakterien und Bestimmung wirksamer Antibiotika das Standartvorgehen. Nachfolgend erfolgt die gezielte Therapie.
Nachkontrolle
4 bis 8 Wochen nach Abschluss der Therapie überprüfen wir den Behandlungserfolg mittels Atemtest oder Stuhluntersuchung.
Eine erfolgreiche Behandlung reduziert nachweislich das Risiko für Geschwüre und weitere Magenkomplikationen und trägt wesentlich zur langfristigen Stabilisierung der Magengesundheit bei.
Die Erfolgsrate ist hoch, sofern die Therapie zuverlässig, regelmässig und über den vollständigen Zeitraum eingenommen wurde.
Was Sie selbst beitragen können
Folgende Massnahmen unterstützen die Regeneration des Magens:
- regelmässige, gut verträgliche Mahlzeiten
- Verzicht auf Rauchen
- zurückhaltender Alkoholkonsum
- vorsichtiger Einsatz von Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Diclofenac
- ausreichend Erholung und Stressreduktion
Betreuung in unserer Praxis
In unserer gastroenterologischen Praxis legen wir Wert auf eine sorgfältige Abklärung, verständliche Beratung und eine individuell abgestimmte Behandlung. Ziel ist eine nachhaltige Linderung Ihrer Beschwerden sowie der langfristige Schutz der Magengesundheit.
Gerne beraten wir Sie persönlich und klären ab, ob eine Untersuchung auf Helicobacter pylori sinnvoll ist.