Endoskopie

Magenspiegelung (Gastroskopie)

Untersuchung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm

Die Gastroskopie ist eine endoskopische Untersuchung des oberen Verdauungstrakts. Sie ermöglicht eine direkte und hochauflösende Beurteilung der Schleimhäute von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm.

So können entzündliche Veränderungen, Geschwüre, Blutungsquellen, Infektionen oder Gewebeveränderungen frühzeitig erkannt und gezielt abgeklärt werden.

Die Untersuchung erfolgt mit moderner Endoskopietechnologie der Olympus 1500er-Serie. Dies ermöglicht eine sehr hohe Bildqualität und unterstützt eine sichere, differenzierte Diagnostik.

Was ist eine Magenspiegelung (Gastroskopie) und wie wird sie durchgeführt?

craft\elements\db\ElementQuery

Bei der Gastroskopie wird ein dünnes, flexibles Videoendoskop, das sogenannte Gastroskop, über den Mund eingeführt. Es überträgt hochauflösende Bilder auf einen Monitor und ermöglicht eine präzise Beurteilung der Schleimhäute von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm. Veränderungen können dadurch frühzeitig erkannt und gezielt eingeordnet werden.

Die Gastroskopie erfolgt in der Regel unter einer kurzen Sedierung mit Propofol (Disoprivan). Die Untersuchung wird dadurch verschlafen und als unkompliziert und schmerzfrei erlebt.

Vor Beginn der Untersuchung wird eine kleine Venenkanüle gelegt. Diese dient der Verabreichung des Sedierungsmittels und wird zusätzlich aus Sicherheitsgründen angelegt. Während der gesamten Untersuchung werden Puls, Blutdruck und Sauerstoffsättigung kontinuierlich überwacht. Die Sedierung wird individuell dosiert und bei Bedarf angepasst.

Auffällige Schleimhautbereiche können direkt beurteilt werden. Falls erforderlich, werden kleine Gewebeproben (Biopsien) entnommen oder Blutungen sofort behandelt.

Nach der Untersuchung ruhen Sie aus bis die Wirkung der Sedierung nachlässt. Anschliessend bespricht der Arzt die Befunde mit Ihnen.

› Achtung: Nach einer Sedierung dürfen Sie während 12 Stunden kein Fahrzeug führen, keine Maschinen bedienen und keine rechtsverbindlichen Entscheidungen treffen.

› Vorbereitung auf die Gastroskopie:
Für die Untersuchung muss der Magen leer sein.
Bitte beachten Sie:

  • 8 Stunden vor der Untersuchung nichts essen
  • 4 Stunden vor der Untersuchung nichts trinken

Wann ist eine Gastroskopie sinnvoll?

Eine Gastroskopie ist bei folgenden Symptomen und Beschwerden sinnvoll:

  • Drücken oder Brennen hinter dem Brustbein
  • Schluckstörungen (Klemmen beim Schlucken)
  • Längerdauernder, trockener Reizhusten (Laryngitis)
  • saures Aufstossen
  • Magenbrennen, -drücken, -schmerzen
  • Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit
  • Schwarzer, meist klebriger Stuhlgang (Teerstuhl) als mögliches Zeichen einer Magenblutung
  • Völlegefühl im Oberbauch
  • Schmerzen im Oberbauch nüchtern oder nach dem Essen
  • Aufgeblasener Bauch, Blähungen (Meteorismus)
  • Bluterbrechen (Hämatemesis)
  • Durchfall (Diarrhoe)
  • Verdacht auf einheimische Sprue, Gluten- (Getreide-) unverträglichkeit (Durchfall, Blähungen, Gedeihstörungen bei Kindern)
  • Verdacht auf Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür
  • Verdacht auf Magen- oder Speiseröhrenkrebs
  • Laborauffälligkeiten wie z.B. Eisenmangelanämie
  • Vitamin B12-Mangel

Was kann mit einer Gastroskopie abgeklärt werden?

Die Untersuchung dient unter anderem der Abklärung von:

  • Magenschleimhautentzündung
  • Helicobacter pylori
  • Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür
  • Refluxerkrankung
  • Speiseröhrenentzündung
  • Zwerchfellbruch (Hiatushernie)
  • Zöliakie / Glutenunverträglichkeit
  • eosinophiler Ösophagitis
  • Pilzinfektionen der Speiseröhre (Soor)
  • autoimmuner Gastritis
  • Ursachen eines Vitamin-B12-Mangels
  • MALT-Lymphom
  • gutartigen und bösartigen Gewebeveränderungen von Speiseröhre oder Magen
  • Magen- und Speiseröhrenkrebs

Vorbereitung für eine Gastroskopie

Als einzige Vorbereitung für die Untersuchung müssen Sie nüchtern sein:

  • kein Essen für 8 Stunden und 
  • kein Trinken für 4 Stunden 

Dies ist notwendig, damit der Magen leer ist.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

› Warum ist die Gastroskopie eine besonders geeignete Untersuchung?
Die Gastroskopie ermöglicht eine direkte Beurteilung der Schleimhäute von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm. Auch kleine oder frühe Veränderungen können erkannt, gezielt beurteilt und bei Bedarf durch Gewebeproben weiter abgeklärt werden. Zudem sind bestimmte Behandlungen, etwa bei Blutungen, bereits während der Untersuchung möglich.

› Ist die Untersuchung schmerzhaft?
Unter Sedierung wird die Gastroskopie verschlafen und von den Patientinnen und Patienten als unkompliziert und gut verträglich erlebt.

› Wie bereite ich mich auf die Untersuchung vor?
Für die Untersuchung muss der Magen leer sein:

  • 8 Stunden vor der Untersuchung nichts essen
  • 4 Stunden vor der Untersuchung nichts trinken

› Ist eine Sedierung notwendig?
Die Gastroskopie wird üblicherweise mit einer kurzen Sedierung mit Propofol (Disoprivan) durchgeführt. Alternativ kann die Untersuchung auch mit einer örtlichen Betäubung des Rachens erfolgen. Ein venöser Zugang wird aus Sicherheitsgründen in jedem Fall angelegt.

› Wie viel Zeit sollte ich einplanen?
Für Vorbereitung, ärztliche Aufklärung, Untersuchung, Erholungszeit und Befundbesprechung sollten Sie insgesamt etwa 1,5 Stunden einplanen.

Downloads

Sämtliche Informationen und Unterlagen zum downloaden oder ausdrucken: