Therapien
Dilatation von Stenosen
Endoskopische Behandlung von Engstellen im Verdauungstrakt
Die Dilatation von Stenosen ist ein etabliertes Verfahren zur Erweiterung krankhafter Engstellen im Bereich des Verdauungstrakts. Sie wird unter anderem bei Verengungen der Speiseröhre, im Magen-Darm-Trakt oder im Bereich der Gallengänge eingesetzt.
Ziel der Behandlung ist es, die Passage zu verbessern, Beschwerden zu reduzieren und die Funktion des betroffenen Abschnitts wiederherzustellen.
Ob eine Dilatation sinnvoll ist, richtet sich nach Ursache, Lokalisation und Ausprägung der Engstelle sowie nach dem klinischen Beschwerdebild.
Symptome und typische Beschwerden
Engstellen können durch Entzündungen, Narbenbildung, postoperative Veränderungen, chronische Erkrankungen oder tumorbedingte Prozesse entstehen.
Mögliche Beschwerden sind:
- Schluckstörungen
- Schmerzen beim Essen
- Druckgefühl hinter dem Brustbein
- Völlegefühl
- Übelkeit
- Störungen der Nahrungspassage
- wiederkehrende Beschwerden nach Vorbehandlungen
Auch erneut auftretende Symptome nach bereits erfolgter Behandlung sollten abgeklärt werden.
Die Behandlung (Dilatation) im Überblick
Schonende Erweiterung unter endoskopischer Sicht
Die Behandlung erfolgt in der Regel im Rahmen einer Endoskopie. Dabei wird die Engstelle dargestellt und mit geeigneten Instrumenten schrittweise erweitert.
Je nach Befund kommen unter anderem folgende Verfahren zum Einsatz:
- Ballondilatation
- Bougierung
Das genaue Vorgehen richtet sich nach Lage, Länge und Beschaffenheit der Verengung. Viele Eingriffe können ambulant durchgeführt werden.
Häufige Einsatzbereiche
› Speiseröhre
Verengungen der Speiseröhre führen häufig zu Schluckbeschwerden und Schmerzen beim Essen. Ursachen können Reflux, Entzündungen oder narbige Veränderungen sein.
› Magen-Darm-Trakt
Auch im Bereich von Magen, Dünndarm oder Dickdarm können Engstellen auftreten, beispielsweise bei chronischen Entzündungen, nach Operationen oder durch narbige Veränderungen.
› Gallengänge
Verengungen der Gallengänge können den Galleabfluss beeinträchtigen und Beschwerden verursachen.
› Postoperative Engstellen
Nach chirurgischen Eingriffen können narbige Einengungen entstehen, die je nach Aussmass und Beschwerden endoskopisch behandelt werden können.
Häufige Fragen (FAQ) zur Behandlung (Dilatation)
› Wie läuft der Eingriff ab?
Die Dilatation erfolgt meist im Rahmen einer Endoskopie mit entsprechender Vorbereitung. Nach sorgfältiger Vorbereitung wird die Engstelle dargestellt und schrittweise erweitert. Das genaue Vorgehen richtet sich nach dem individuellen Befund.
› Ist die Behandlung belastend?
Der Eingriff ist ein etabliertes Verfahren und wird in der Regel gut vertragen. Je nach Situation erfolgt er in Sedierung und unter Überwachung.
› Muss die Behandlung wiederholt werden?
Das hängt von der Ursache der Stenose ab. Bei narbigen oder chronisch entzündlichen Veränderungen kann eine erneute Erweiterung erforderlich sein.
› Welche Risiken bestehen?
Wie bei jedem Eingriff bestehen mögliche Risiken, darunter Blutungen, Verletzungen der Wandstrukturen oder erneute Verengungen. Vor der Behandlung erfolgt eine ausführliche Aufklärung.
› Wie erfolgt die Nachsorge?
Je nach Befund können Kontrolluntersuchungen oder weitere Behandlungen sinnvoll sein.
› Individuelle Beurteilung
Ob eine Dilatation angezeigt ist, lässt sich nur anhand des persönlichen Befunds beurteilen. In unserer Praxis erfolgt die Beratung strukturiert und mit ausreichend Zeit für Ihre Fragen.