Zertifiziertes Darmkrebszentrum

Die GastroPraxis Enge ist ein zertifiziertes Darmkrebszentrum

Was ist ein zertifiziertes Darmkrebszentrum?

Zahlreiche Spezialisten arbeiten an der Bekämpfung und Behandlung von Darmkrebs. Damit deren Zusammenarbeit problemlos funktioniert, hat die Deutsche Krebsgesellschaft ein System der Zertifizierung u. a. für Darmkrebszentren ins Leben gerufen. Zuständig für die Zertifizierung ist „OnkoZert“. Dies ist eine unabhängige Institution, die im Namen der Deutschen Krebsgesellschaft das System der Zertifizierungen betreut und die Organkrebszentren und Onkologischen Zentren, z. B. für Darmkrebs, überprüft.

Unter einem Darmzentrum versteht man ein Netzwerk von Spezialisten unterschiedlicher medizinischer und pflegerischer Fachrichtung aus dem ambulanten und stationären Bereich, in dem Patienten mit Darmkrebss ganzheitlich und in allen Phasen ihrer Erkrankung behandelt werden. Von der Vorsorge über die Diagnosestellung und Behandlung bis hin zur Nachsorge besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen und Berufsgruppen, die einzelnen Untersuchungs- und Behandlungsschritte werden aufeinander und die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt. Grundlage der Behandlung und damit auch der Zertifizierung sind die aktuellen S3-Leitlinien „Kolorektales Karzinom“ für die Darmkrebserkrankung der wissenschaftlichen Fachgesellschaften. Ein zertifiziertes Darmkrebszentrum soll den individuell besten Weg der Untersuchung, Behandlung und Nachsorge für den Betroffenen finden.

  Zertifizierter Kooperationspartner Tumorzentrum
Klinik Hirslanden Zürich

Entry 5865

Die folgenden Kriterien werden bei der Zertifizierung eines Darmkrebszentrums beachtet:

  • Ein hoher Standard von Qualität bei Darmspiegelungen
    • Möglichst geringes Risiko für Verletzungen und Blutungen
    • Gleichzeitige Entfernung von Polypen bei der Untersuchung
    • Nur ein Diagnostiker, der im Jahr mindestens 200 Darmspiegelungen durchführt, darf diese selbstständig absolvieren.
    • Ein zertifiziertes Darmkrebszentrum soll möglichst sichere Operationen anbieten.
    • Auch soll bei den Operationen der Tumor entfernt werden, ohne ihn zu verletzen. Die umliegenden Lymphknoten müssen mit beseitigt (und labortechnisch untersucht) werden.
  • Ein zertifiziertes Darmkrebszentrum muss bei der Operation das Stadium der Krankheit genau bestimmen und möglichst wenige Einschränkungen für den Betroffenen hinterlassen.
  • Ein hoher Standard der Qualität der Chemotherapien ist einzuhalten.
  • Ein zertifiziertes Darmkrebszentrum muss eine Zusammenarbeit mit Sozialdiensten pflegen und psychoonkologische Fachkräfte beschäftigen, außerdem den Kontakt zu Selbsthilfegruppen vermitteln können.
  • Zertifizierte Darmkrebszentren können die Veranlagung von Menschen für Darmkrebs abklären.
  • Eine Ernährungsberatung muss angeboten werden.
  • Ebenso eine Stomaberatung für Menschen mit künstlichen Darmausgängen.
  • Zertifizierte Zentren müssen über die modernsten Therapieverfahren und die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse verfügen.
  • Die besonderen Qualifikationen und Fortbildungen im Bereich der Ärzte, der Pflege und der Technik müssen nachgewiesen werden.